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Änderung des Ortes: an der „Wall of Berlin“, gegenüber des Bundesrats Die Betroffenen, die Dozierenden der VHS und die freien Träger in Berlin
We are happy to invite you to the screening of the Peruvian documentary „Deep River“ on Tuesday, March 10, at 7 p.m. The event is free and will be followed by discussion. The documentary is a portrait of the „Peruvian Che Guevara”, a famous Trotskyist (unten in einfachem Deutsch / below in simple German) Seit über 40 Jahren besteht die Sprachschule Babylonia e.V. in der Cuvrystraße 23a in Berlin-Kreuzberg. Wir sind ein selbstverwalteter Betrieb und bieten unter anderem Integrationskurse an, in denen Migrant:innen die deutsche Sprache erlernen können. Doch die Teilnahme an einem Deutschkurs bei uns ist mehr als das Erlernen einer Sprache: Freundschaften entstehen und vor allem erleichtert der Kurs die Ankunft in einer neuen Umgebung. Unsere Schule ist so für viele Migrant:innen zu einem zentralen Anlaufpunkt geworden. Die meisten Lernenden bei Babylonia werden staatlich finanziell unterstützt. Diese Förderung des Spracherwerbs hat mittlerweile eine lange Geschichte. Ab den 1980er Jahren setzten Menschen, die aus den sogenannten Anwerbeländern gekommen waren, um in Deutschland zu arbeiten, das Recht auf Deutschlernen durch. Deutschkurse wurden erstmals staatlich finanziert. Im Jahr 2005 gab es dann eine einschneidende Änderung: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützte nun Personen, die eine längere Lebensperspektive in Deutschland haben, bei ihrem Spracherwerb. Die Hälfte der Kosten des etwa einjährigen Integrationskurses übernahm der Staat, die andere Hälfte die Deutschlernenden selbst. Nach über 20 Jahren hat das BAMF dieses Vorgehen jetzt beendet. Am 9. Februar 2026 informierte es die Sprachkursträger, dass „Asylbewerber, Geduldete (§ 60a Abs. 2 S. 3 AufenthG), Menschen aus der Ukraine sowie Unionsbürger nicht mehr im Rahmen verfügbarer Kursplätze zur Teilnahme am Integrationskurs zugelassen werden.“ In der Praxis bedeutet dies, dass allein dieses Jahr rund 130.000 Menschen, die vorher ein Anrecht auf eine Finanzierung gehabt hätten, ihren Deutschkurs komplett selbst bezahlen müssen. Für die Betroffenen wird dies oft zur Folge haben, dass sie auf das Deutschlernen verzichten, da sie sich die Kosten eines Kurses nicht leisten können. Das von Migrant:innen in den 1980er Jahren durchgesetzte Recht auf Deutschlernen wird auf diese Weise ausgehöhlt. Dafür genügt dem Bundesamt offensichtlich eine knappe Mitteilung an die jeweiligen Schulen inklusive Verweis auf nötige Kürzungen. Wir als kleine Sprachschule sind jetzt mit der wirtschaftlichen Unsicherheit konfrontiert. Eine Vorlaufzeit, sodass wir uns auf die einschneidenden Veränderungen hätten einstellen können, wurde nicht gegeben. Und auch die Antragsteller:innen, die mittlerweile bis zu drei Monaten auf ihre Zulassung gewartet hatten und schon lange mit ihrem Deutschkurs hätten beginnen wollen, wurden vor den Kopf gestoßen. Während Migrant:innen also unterstellt wird, sie wollten kein Deutsch lernen und sich nicht integrieren, schränkt die Bundesregierung die Deutschkurse massiv ein und setzt die Kursträger finanziell unter Druck. Dabei sind wir es, die Kursteilnehmer:innen, die Lehrkräfte, die Kursorganisation, die Berater:innen, die täglich unter prekären Bedingungen gemeinsam an einem Ort des Lernens, des Austausches und des solidarischen Miteinanders arbeiten. Diesen Ort wollen wir nicht verlieren. Wir rufen euch auf, euch über die weitere Entwicklung zu informieren und uns bei Protestaktionen zu unterstützen. Mehr Informationen findet ihr auf www.babylonia.de und www.instagram.com/babylonia_sprachschule. Babylonia e. V. Kontakt: Die Sprachschule Babylonia e.V. gibt es seit über 40 Jahren. Sie ist in der Cuvrystraße 23a in Berlin-Kreuzberg. Wir sind eine selbstverwaltete Schule. Das bedeutet: Die Menschen, die hier arbeiten, entscheiden gemeinsam. Wir bieten Integrationskurse an. In diesen Kursen können Migrant:innen Deutsch lernen. Aber in unseren Kursen lernen die Menschen nicht nur die Sprache. Sie finden auch Freund:innen und fühlen sich willkommen. Deshalb ist unsere Schule für viele Migrant:innen ein wichtiger Ort. Viele Kursteilnehmer:innen bekommen Geld vom Staat, damit sie den Kurs bezahlen können. Diese Unterstützung gibt es schon sehr lange. Ab den 1980er Jahren haben Menschen, die aus anderen Ländern zum Arbeiten nach Deutschland kamen, das Recht auf Deutschlernen erkämpft. Der Staat begann, Deutschkurse zu finanzieren. Im Jahr 2005 gab es eine große Änderung: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützte nun Menschen mit einer längeren Lebensperspektive in Deutschland. Das BAMF zahlte eine Hälfte der Kurskosten und die Teilnehmer:innen zahlten die andere Hälfte. Jetzt – über 20 Jahre später – hat das BAMF das beendet. Am 9. Februar 2026 informierte es die Sprachschulen: Asylbewerber:innen, Geduldete, Menschen aus der Ukraine und EU-Bürger:innen bekommen kein Geld mehr für einen Integrationskurs. Das bedeutet: In diesem Jahr müssen ungefähr 130.000 Menschen ihren Deutschkurs selbst bezahlen, obwohl sie früher Geld vom Staat bekommen hätten. Viele haben nicht genug Geld. Deshalb werden sie kein Deutsch lernen können. Das Recht auf Deutschlernen, das Migrant:innen schon in den 1980er Jahren erkämpft haben, wird so kaputt gemacht. Das BAMF hat den Schulen nur eine kurze E-Mail geschickt und gesagt, dass es Geld sparen muss. Wir sind eine kleine Sprachschule. Im Moment haben wir viele Probleme, weil sich die Regeln schnell geändert haben. Wir hatten keine Zeit, uns gut darauf vorzubereiten. Viele Menschen haben Monate auf eine Antwort vom BAMF gewartet, um mit dem Deutschkurs zu beginnen. Sie haben umsonst gewartet. Auf der einen Seite wird gesagt, dass Migrant:innen kein Deutsch lernen wollen und sich nicht integrieren. Aber auf der anderen Seite bezahlt die Bundesregierung nicht mehr für ihren Integrationskurs und gibt den Sprachschulen weniger Geld. Bei Babylonia lernen jeden Tag viele Menschen zusammen. Wir sind die Kursteilnehmer:innen, die Lehrer:innen, die Kursorganisation, die Berater:innen. Wir arbeiten in einer schwierigen Situation, aber mit viel Herz. Unsere Sprachschule ist wichtig: Es ist ein Ort fürs Lernen, für Austausch und für Solidarität. Wir wollen diesen Ort nicht verlieren. Bitte informiert euch über unsere Situation und helft uns bei unseren Protesten. Mehr Informationen findet ihr auf www.babylonia.de und www.instagram.com/babylonia_sprachschule. Babylonia e. V. Kontakt: |
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