Filmvorführung mit Regisseur Carlo Bachschmidt und anschließender Diskussion
Mittwoch, 18. November
19:00 Uhr
Babylonia e.V.
Cuvrystr. 23a
Im Juli 2001 wurde Genua zum Schauplatz eines der prägendsten Protestereignisse der globalisierungskritischen Bewegung. Tausende Menschen aus ganz Europa reisten zum G8-Gipfel, um gegen die herrschende Weltwirtschaftsordnung, soziale Ungleichheit und die Macht der G8 zu protestieren. Rund um die sogenannte Rote Zone eskalierte der italienische Staat die Repression mit brutaler Polizeigewalt, den tödlichen Schüssen auf Carlo Giuliani, Misshandlungen und Folter in der Polizeikaserne Bolzaneto und dem Massaker in der Diaz-Schule.
Wie gelang die Mobilisierung zum Gipfelprotest? Welche Erfahrungen machten die Menschen während der Protesttage und im Umfeld der Roten Zone? Wie wurde die staatliche Gewalt dokumentiert, öffentlich gemacht und juristisch aufgearbeitet? Und wie entwickelte sich die Antirepressionsarbeit in den Monaten und Jahren danach – auch mit Blick auf die zahlreichen Betroffenen aus Deutschland, die mit Ermittlungen, Verfahren und den langfristigen Folgen der Repression konfrontiert waren?
Mit dem Film OP (Ordine Pubblico/Öffentliche Sicherheit und Ordnung) – Genova 2001 und dem Regisseur Carlo Bachschmidt wollen wir darauf zurückblicken. Was können wir aus Genua für heutige Protestbewegungen mitnehmen?
Carlo Bachschmidt war Mitglied vom Genua social Forum und hat später mit den Anwältin*nen des Genua legal Forum an den Verfahren gegen die Polizei gearbeitet.
Der Film wird auf Deutsch gezeigt, die Diskussion wird auf italienisch und deutsch geführt.