Sie sind wie Tiere

Film- und Diskussionsveranstaltung zum 200. Geburtstag der brasilianischen Polizei

Sonntag, 20. April
19:00 Uhr Babylonia


Spätestens seit “City of God” und “Tropa de Elite” sind die Gewalt- verhältnisse in brasilianischen Favelas ins Bewusstsein europäischer Kinobesucher gerückt. Über die Auswirkungen und Hintergründe dieser Gewaltexzesse existieren jedoch wenig Informationen.

Vor dem aktuellem Hintergrund explodierender Mordraten vor allem an jungen, schwarzen Bewohnern aus den Armenvierteln schufen die Filmerinnen Dzeik und Wagenschein aus Berlin und der brasilianische Filmemacher Jeronimo den eindringlichen einstündigen Dokumentarfilm “Von Mauern und Favelas”. Der Film erhielt beim ethnographischen Filmfestival 2005 in Rio de Janeiro mit dem „Jangada“ – Preis für den besten Film mittlerer Länge.

Diese „beindruckende Dokumentation“ (Neues Deutschland) gibt vor allem den Betroffenen eine Stimme.

„Ohne Kinkerlitzchen fängt der Film die ohnmächtige Wut der Hinterbliebenen ein, und deren abgrundtiefe Verzweiflung.“ (Junge Welt)
„Der Film besticht durch seine Schärfe, seine Nähe, vor allem aber durch das Gefühl, selbst Teil der Favela zu sein.“ (TAZ)

Susanne Dzeik (Filmemacherin), Sven Hilbig, Mitarbeiter von Justica Global, einer Menschenrechtsorganisation aus Brasilien, die seit 2003 speziell über Folter und Polizeigewalt in Rio recherchiert und Sandra, eine ehemalige Favelabewohnerin und politische Aktivistin aus Rio de Janeiro stehen im Anschluss für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Veranstalter: INTAPOL – International Network against Police Violence

Leave a Reply